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| Ausflug mit Reiseziel Kloster Fischingen |
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Einmal mehr fand der beliebte Ausflug des Besuchsdienstes der Elgger Kirchgemeinden statt. Die Besucherinnen und Besucher setzen viele Stunden im Jahr ein, um älteren Menschen mit ihren Besuchen Freude und etwas Abwechslung in ihren Alltag zu bringen. Dazu gehört auch der gemeinsame Ausflug im Frühling. Am 11. Mai fand diesmal unsere Reise nach Fischingen statt. Obwohl der Mai seinem Namen „Wonnemonat“ bisher gar nicht gerecht wurde, schien an unserem Reisetag tatsächlich die Sonne. Entsprechend frohgemut konnten wir unseren Gästen beim Einsteigen in den Rollstuhlcar behilflich sein, so dass alle, mit oder ohne Rollstuhl, bequem platziert die Fahrt geniessen würden. Unser Chauffeur, Marcel Stillhard, fuhr mit uns in gemütlichem Tempo über Land, so dass wir die Natur mit Blumenwiesen, Apfelblust und Wäldern in frischen Grüntönen fast hautnah erleben konnten. Meine Sitznachbarin, die 93jährige Frau A., die erst seit einem Jahr im PZ Eulachtal wohnt, freute sich an den schönen, z.T. sanft renovierten Bauernhäusern. Ich wiederum war sehr beglückt, zu spüren, wie lebhaft die Seniorin Anteil nahm an dieser Ausfahrt und dazu sich an viele Erlebnisse aus ihrem Leben erinnerte. Sie sei heute noch Radsportbegeisterte, verriet sie mir, als wir einige Rennfahrer kreuzten. Die Route führte uns von Elgg durchs Tösstal, über die Hulftegg und durchs Tannzapfenland. Marcel als echter Fischinger, konnte uns viel Interessantes aus seiner Heimat berichten und uns auf Sehenswertes aufmerksam machen. Schon bald war das Ziel unserer Reise erreicht. Das Kloster Fischingen ist eine harmonische Anlage, deren Gründungszeit ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Es beherbergt heute die einzige Mönchsgemeinschaft im Kanton Thurgau. Unser erster Programmpunkt war der Besuch, der heute modern gestalteten Klostergaststube. Grosszügige Platzverhältnisse erlaubten uns eine erholsame Zvieripause mit hausgemachten Fruchtkuchen und Kaffee und angeregten Plaudereien. Höhepunkt aber war eine Führung in der barocken Kirche, die im 18. Jahrhundert um den Oberen Chor im gezierten Rokoko-Stil erweitert wurde. Die letzte Ruhestätte der Heiligen Idda befindet sich in einer Seitenkapelle. Während den Erläuterungen unseres Führers schickte die Sonne ihre Strahlen wärmend durch die mit Glasmalereien geschmückten Fenster und unterstrich die Geschichte der gottesfürchtigen Gräfin von Toggenburg. Es hätte noch vieles zu Erfahren und zu Bestaunen gegeben, doch Zeit verrinnt immer dann am schnellsten, wenn tiefgehendes Erleben passiert. Beim Verlassen der Kirche Richtung Car waren bereits einige dunkle Wolken am Himmel. Diesmal auf dem kürzesten Weg starteten wir heimwärts zu.Dieser Ausflug, so hatte ich den Eindruck, hat allen Beteiligten gefallen und wenn er auch bei manchen unserer betagten Gäste nicht allzu lange in Erinnerung bleiben wird, war es doch ein gutes Erlebnis und lehrt uns Besucherinnen und Besucher, dass jeder Moment, wenn er intensiv gelebt ist, wichtig ist. Mit den ersten Regentropfen trafen wir in Elgg ein und konnten uns dankbar von unserem hervorragenden Chauffeur und unseren Gästen verabschieden.Einen herzlichen Dank möchte ich hier allen unseren Begleitern und Begleiterinnen aus dem Besuchsdienst-Team aussprechen, sowie Pfarrerin E. Abegg und E. Frana vom Pflegezentrum Eulachtal. Verena Roth-Ehrler Leiterin Besuchsdienst
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